Albrecht AE 69

Funkscanner: Albrecht AE 69-2H

Nun möchte auch mal hier einen Bericht über meinen Funkscanner schreiben. Das Gerät befindet sich schon 1/2 Jahr in meinen Besitz. Er ist also schon ein wenig älter. Trotzdem bin ich immer noch von diesen Gerät begeistert: Es ist robust, vielseitig einsetzbar und hat einen (wirklich) guten Empfang. Mitgeliefert im Packet ist der Funkscanner, eine Gummiwendelantenne mit 16 cm länge und ein Gürtelklipp mit 2 Schrauben. So sieht das Packet aus:

Das Gerät hat mir bei Conrad gerade einmal 80 Euro gekostet; für einen Einsteiger-Funkscanner ein recht guter Preis. Nun einmal kurz zur Ausstattung:

  • Frequenzbereich: 25 – 88 MHz, 137 – 174 MHz, 406 – 512 MHz
  • Er hat 80 Speicherkanäle; ein Prioritätskanal kann eingestellt werden
  • Suchlauf beträgt maximal 50 Kanäle/Sek
  • Frequenzsuchlauf schafft er 180 Schritte/Sek
  • Frequenzraster gibt es in 5/6,25/10/12,5/20 kHz (sind Bandabhängig)
  • Es gibt 3 Bandpläne
  • Er hat eine DC bzw. Ladebuchse für NiHM Akkumulatoren. Betrieben wird mit 6V Gleichspannung
  • Eine BNC Buchse für Antennen (natürlich!)

Der Frequenzbereich ist passend für CB, Freenet, PMR, LPD, Amateur-, Betriebs-, BOS-Funk usw. wobei BOS-Frequenzen nicht abgehört werden dürfen!

Im oberen Foto sieht man noch mal was mitgeliefert wird. Der Lieferumfang ist nicht recht umfangreich. Eine Tasche durfte ich mir selbst dazukaufen, wobei die Originaltasche glatte 25 Euro kostet!

Im Outdoorberich kann der Scanner beweißen was er wirklich kann. Besonders dort empfängt der Gummistummel Kilometerweit. Der Lautsprecher ist recht kräftig mit 500mW, trotzdem ein wenig leise. Funkdienste oder Handfunkgeräte von der 20 Kilometer Entfernten Stadt zu empfangen, ist kein Problem.

Das Gehäuse ist recht Robust, das Display jedoch nicht! Es verkratzt schnell. In den Tasten sammeln sich gerne Stofffasern an und der Druckpunkt lässt mit der Zeit nach. Das ist aber auch das einigste was ich zu bemängeln habe.

An der Seite befindet sich eine 6V Buchse worüber sich das Gerät mit Strom versorgen lässt oder Akkus (nur NiHM) laden lassen. Dafür gibt es einen winzigen Schalter:

Wie man oben sieht wird er über 2 Mignon-Zellen oder, wie gesagt, über ein 6V Stecknetzteil mit 500mA versorgt.

Der Funkscanner an sich ist recht kompakt (auf jeden Fall kleiner als die Alten). Her sieht man einen Vergleich:

Fazit: Ein mal ganz abgesehen von den Nachteilen bekommt einen recht gutes Einsteigergerät mit guter Leistung. Die Technische Funktionen sind vorbildlich und einfach zu bedienen. Außerdem hat man auf Spielereinen verzichtet und sich wirklich nur an das Wichtigste gehalten. Der Frequenzbereich ist ein wenig Mager, beinhaltet trotzdem die wichtigsten Frequenzen. Das Design sieht professionell aus und gefällt mir persönlich sehr gut. Nach meiner Meinung ein überzeugender Funkscanner für den Funkjäger. Empfang auf LW und KW hätte diesen Scanner sicherlich noch bereichert.

Nachtrag:
Vor wenigen Tagen habe ich mir einen kleinen Einblick in das Innenleben meines Scanners gemacht. Wie immer gibt es Bilder:

Wie man oben sieht ist der Funkscanner in Platinen-Etagen aufgebaut. Die Obere Etage mit SQ, Lautstärkeregler und BNC-Buchse ist mit dem Lautsprecher und über eine Spezialsteckverbinder, der mir eigentlich aus der Computertechnik bekannt ist, mit dem unteren Teil verbunden. Der untere Teil verwaltet die HF-Technik, den Prozessor und den Strom. Über einen Kleinen Stecker ist dieser Teil mit dem Batteriefach verbunden. Insgesamt ein recht komplizierter Aufbau. Was mir aufgefallen ist: gute Verarbeitung und hochwertige Bauteile.

Oben sieht man den Abgeschirmten HF-Block. Rechts daneben befindet sich der Prozessor und unter dem HF-Block der Steckverbinder.

Der Lautsprecher hat eine Impedanz von 8Ohm und eine Leistung von 0.5 Watt. Die Frage ist nur ob die NF-Endstufe auch wirklich 0.5 Watt schaft 🙂

Hier sieht man das Tastenfeld und das Display. Das Display wurde zusätzlich mit einem Alukäfig stabilisiert, so das es nicht einfach herausfällt.

Und zu guter Letzt noch ein Blick auf die BNC-Buchse. Hier wurde extra noch ein ziemlich dickes Stück Blech verbaut. Die Buchse dürfte also so einiges aushalten. Ich rate Trotzdem von 1-Meter-Teleskopkeulen ab!

Was ich noch herausgefunden habe: mit einen solchen Scanner könnte man Mikrofon-Wanzen empfangen. Wer mal sein Zimmer (oder das vom Nachbarn xD) nach Sprachsendern abklopfen möchte, sucht einfach mal im Frequenz bereicht von 70-150 MHz. Dort arbeiten die meisten Minispione. Es gibt da jedoch einige Probleme:

  • Die Demodulation in Narrow-FM ist nicht recht breit und könnte mit ihren engen
    Hub Probleme machen
  • Der Frequenzbereich ist nicht durchgehend und eher beschränkt
  • Falls man wirklich ein mal einen Sender empfangen sollte, kann man ihn nicht
    Orten, da das S-Meter fehlt
  • Der Scanner hat keine Close-Call Funktion d.h. man muss erst alle Frequenzen durchjagen

Aber ein mal im Ernst, bei diesen Scanner handelt es sich nicht um einen Wanzenfinder. Wer solche Sender finden möchte sollte sich lieber einen Senderfinder von ACECO kaufen.

Ich persönlich benutze meinen Scanner nicht um meinen Nachbarn abzuhören (Verboten!) oder um andere illegale Spielchen damit zu machen, sondern nur als ganz normalen Scanner um bei anderen Amateurfunkern zuzuhören. Dafür ist dieser Scanner auch perfekt geeignet.

Wer noch eine Alte Zimmerantenne bei sich zuhause stehen hat, kann sie schnell zu einer Scanner-Antenne umfunktionieren. Der Empfang dürfte damit fast so gut wie mit einer Mastantenne sein, da die meisten Zimmerantennen einen Verstärker integriert haben. Eine Anleitung gibt es hier.

Bericht erstellt von Martin, Co. Admin

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