Acer Aspire One 150

Microlaptop: Acer Aspire One 150L Netbook

Hier möchte ich nun einen kleinen Bericht über meinen neuen Laptop Acer One ins Web stellen. Eigentlich konzentriert sich unsere PFVF mehr auf Funktechnologie, hier möchte ich jetzt aber weiter ausholen und auch von anderen technischen Geräten schreiben. Der Scherpunkt der PFVF fällt also jetzt auf das Register Technik. Nun aber einmal zum eigentlichen Gerät:

Die neuen so genannten Netbooks stellen derzeit den Notebookmarkt ganz schön auf den Kopf. Wo man früher für ein Subnotebook teilweiße mehr als 1000 Euro ausgeben musste, bekommt man nun Geräte mit (teilweiße) vergleichbarer Hardware für unter 400€. Das hat zur Folge das es haufenweiße Spontaneinkäufe gibt. So auch mein Einkauf. Eigentlich hatte ich vor das Geld zu sparen, aber nun habe ich mir so ein Gerät angeschafft. Der Shop war ARLT. ARLT hat sehr zuverlässig versendet und das Gerät war bereits am nächsten Tag da. Dazubestellt habe ich mir einen Alukoffer für 9,95€ von den ich nur ausdrücklich abraten kann. Kommen wir zu den Technischen Daten:

Prozessor: Intel Atom N270 1.6 GHz, 533 MHz FSB, 512 KB L2-Cache
Chipsatz: Intel 945GSE Express (DDR2 400/533 MHz)
Grafik: Intel 950 GMA
Schnittstelle: DDR2-533 SDRAM, 1024 MB im Lieferumfang
Festplatte: 120 GB HDD SATA – 2,5” (9,5mm)
Display: 8,9” WSVGA High Brightness Acer CrystalBrite TFT-LCD
Auflösung: 1024 * 600
Sound: Realtek High Definition Audio ALC260

Auf den ersten Blick sieht die Hardware gar nicht (so) schlecht aus. Dieser Blick kann aber durchaus täuschen. Man darf von diesen Winzling nicht viel erwarten. Vergleichbar währen Notebooks mit Intel Celeron und Via Crome Onboard Grafik. Bei den Prozessor handelt es sich um eine äußerst abgespeckte Garnitur. Die Grafikkarte ist auch nicht wirklich der Hit. CounterStrike läuft mit einigen Stockern (Tiefpunkte bei vielen Bots/Spielern zwischen 5-7 FPS); lässt sich dennoch halbwegs gut spielen. Der Grafikspeicher wird aus dem Hauptspeicher bezogen, was nicht wirklich zur Schnelligkeit beiträgt.

Neben der 150L Version gibt es noch die 110L Version, die 50 Euro günstiger ist. Dafür hat sie aber nur eine wirklich winzige HDD Solid-SDD mit gerade mal 8 GB. Der Hauptspeicher ist um die Hälfte weniger (512MB gerade mal)! Da jeder weiß das man für 50 Euro keine 120GB 1,8 Zoll Platte und 512MB Ram bekommt, sollte man sich wenn, schon die 150er Version anschaffen. Die 150X Version hat bereits WinXP installiert und bekommt man für 399€. Die 150L Version hat die selbe Hardware, als Betriebsystem jedoch Linux. Das kann man ändern. Wer sparen möchte sollte hier sparen. WinXP kann man dann nachher nachrüsten. Dafür muss man die WinXP-Installation auf einen USB-Stick kopieren. Der sollte mindestens 2GB haben. Eine gute Anleitung gibt es hier.
Die Anleitung ist leicht verständlich und funktioniert auch, was ich selbst durchgeführt und getestet habe.

Nun erstmal ein paar Bilder:


Mitgeliefert wird ein Lithium Ionen Akkumulator mit 2200mAh, Ladegerät und eine nette kleine Hülle. Wer denkt der Akku hält wirklich 3 Stunden er irrt. Der Akku hält maximal 2,5 Stunden, wenn mit den kleinen nicht gerade Videos komprimiert oder Spiele spielt werden. Ein guter Richtwert sind 1,75 Stunden die der Akku normalerweise immer durchhält. 3 Stunden Laufzeit sind meiner Meinung nach sehr unrealistisch. Wer mehr Laufzeit braucht für den gibt es einen Leistungsstärkeren Akku mit 5200mAh für teuere 99 Euro. Der hält ungefähr 6 Stunden. Es wurde also vor allem beim Standard-Akku gespart, der nur so lange hält weil dieses Netbook in Sachen Energiesparen wirklich vorbildlich ist (Mittelwert 12 Watt, das sind ungefähr 1,09 Ampere bei 11 Volt).

Es gibt jedoch auch bei diesen Winzling einige Sachen die mich nerven und die Liste ist gar nicht so kurz:

  • Das Bios bietet so gut wie keine Einstellungsmöglichkeiten; nur Datum, Bootsequenz und ein paar unwichtige Einstellungen. Es fehlen die Kompletten Einträge für Intels Speedstep, Einstellungen für Standby, Tastatur und Lüftersteuerung. Ein Update des Bios hat an dieser Tatsache nichts verändert. Hier stellt sich ernsthaft die Frage für was es überhaupt hier ein Bios-Menü gibt. Ein dicker Minuspunkt.
  • Das Display ist nicht entspiegelt, man sieht sich also teilweiße selbst wenn man in den 8,9 Zoller blickt. Eine Sache die vor allem auf Dauer nervt, die man jedoch durch eine Displayfolie beheben kann. Kann man noch verkraften.
  • Der Lüfter läuft ständig. Wenn er nicht genügend Luft bekommt erhitzt sich das Gerät auf bis zu 80 Grad und animiert den Lüfter noch schneller und Lauter zu surren. Hinter diesen Nervenkiller steht ein wenig durchdachtes Kühlmanagement. Die Hintere Runde Erhebung (worunter sich der Lüfter befindet) ist zum Beispiel zu, so das kein wenig Luft an den Lüfter kommt. Stattdessen wird die „Kühle“ Luft von der Vorderseite des Netbooks bezogen und muss so das Komplette Gehäuse durchqueren. Hätte man an der Erhebung ein paar Lüftungsschlitze gebohrt, hätte man dieses Problem nicht. Bei anderen Modellen scheint dies jedoch der Fall zu sein. Ich weiß nicht was sich Acer bei der Sache gedacht hat. Vor allem der Chipsatz und der Grafikprozessor (Unter einem Dach) werden sehr heiß. Die Wärmeentwicklung der Ram und der HDD ist nicht so drastisch und würde sich selbst ohne Lüfter unter 40 Grad halten. Insgesamt ein wenig praktischer Fehler in der Entwicklungsabteilung.
  • Das Schlimme ist jedoch das man den Lüfter über das oben angebrachte Mikrofon deutlich hört, vor allem wenn der dazugehöre Mikrofonverstärker eingeschaltet ist. Der Effekt ist so heftig das mich mein Freund auf einer VoIP kein wenig verstehen konnte. Er hörte lediglich das Surren des Lüfters. Das nervt und gibt auch einen Minuspunkt, auch weil sich das Surren nicht mal über das Realtek-Menü dämpfen lässt (Option fehlt).
  • Die Soundkarte hat kein Line-In was für Packet-Radio oder ähnliche Anwendungen erforderlich währe. Ärgerlich, aber nicht anders zu erwarten.

Diese Ganzen Nachteile gaben mir ganz schön zu denken.

Anschlüsse hat auch dieses Notebook, jedoch wie gesagt, in sehr begrenzten Masse. Unten von Links nach Rechts:

  • Stromanschluss
  • VGA Monitoranschluss (Bei alten Röhrenmonitoren gibt es ein paar Probleme)
  • Lüftungsschlitz für Abluft (ist eigentlich kein Anschluss :))
  • Enternet-Anschluss mit maximal 100Mbit/s
  • Ein USB 2.0
  • SD-Cardreader

Andere Seite von Links nach Rechts:

  • Mic In
  • Kopfhöreranschluss
  • 2 mal USB 2.0
  • Mulicardreader
  • Öffnung für Laptopschloss

Fazit:
Für das Geld bekommt man ein Netbook mit guter Hardware, 2 Cardreadern intern und W-LAN. Vor allem das Ansprechende Design ist bei diesen Model sehr gut gelungen. Leider verkratzt es recht leicht und zieht Staub und Flusen magisch an. Bei diesen Model gibt es auch einige Nachteile die über einen möglichen Kauf zu denken geben. Wem diese jedoch nicht stören, den kann ich dieses Gerät wirklich empfehlen. Ich bin begeistert von diesen Gerät und werde es auch weiter bleiben. Dran können die Nachteile nichts ändern. Übrigends: Es gibt im Internet speziell für das Acer One einige Communitys; z.B. das AAO-Wiki. Hier geht’s zur Webseite.

Bericht erstellt von Martin, (Co. Admin – pfvf.de)

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